
Wählen Sie das einfachste Modell, das die Kernhypothese prüft: lineare Baseline, Gradient Boosting oder vortrainiertes kompaktes Sprachmodell. Beschränken Sie Merkmale, vermeiden Sie exzessives Tuning, fokussieren Sie Lesbarkeit. Visualisieren Sie Fehlerfälle, führen Sie Fehlerkataloge und besprechen Sie wöchentlich Lerneffekte. Ein kleines, verstehbares Modell liefert schneller Erkenntnisse und bildet eine starke Vergleichsgrundlage für spätere Komplexität.

Nutzen Sie Feature-Flags, einfache Randomisierung und kurze Testfenster, um Wirkung sicher zu messen. Dokumentieren Sie Störfaktoren, halten Sie Metriken stabil definiert, und vermeiden Sie p‑Hacking. Wann immer randloses Testen unmöglich ist, helfen kontrollierte Vorher-nachher-Analysen oder synthetische Kontrollgruppen. Ziel ist belastbare Kausalität bei vertretbaren Kosten, nicht akademische Reinheit, die Budget und Geduld überstrapaziert.

Quantifizieren Sie die Kosten falscher Entscheidungen: entgangene Umsätze, zusätzlicher Support, regulatorisches Risiko. Legen Sie eine verständliche, starke Baseline fest, die ohne ML auskommt. Vergleichen Sie fair anhand identischer Datenfenster. Berücksichtigen Sie Kalibrierung und Verteilungsschwankungen. Nur wenn das Modell wirtschaftlich gegenüber der Baseline gewinnt, geht es weiter. Diese Disziplin schützt Fokus, Zeit und Glaubwürdigkeit gegenüber Stakeholdern.